Author: Experte
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Eine Taucherin des Projektes „Geisternetze – tödliche Fallen“ befreit einen Seeskorpion, der sich in einem Netz verfangen hat. (Foto: Wolf Wichmann)

Forschungstaucher berichtet im MEERESMUSEUM über „Geisternetze – tödliche Fallen“

(Stralsund, 15.10.14) In der Ostsee gehen jährlich tausende Fischernetze verloren. Allein vor den deutschen Küsten sind die Positionen von hunderten verlorenen Netzen belegt. Der WWF Deutschland, das Deutsche Meeresmuseum und der Verein archaeomare e. V. haben 2013 ein Projekt zur Dokumentation der „Geisternetze“ gestartet – mit finanzieller Unterstützung der Schweizer Drosos Stiftung. Forschungstaucher dokumentierten innerhalb eines Jahres rund um die Insel Rügen 30 Hindernisse – zumeist Wracks – an denen Netze verloren gingen. Die Untersuchungen bilden eine wichtige Grundlage zur Bergung der Netze, die einen beträchtlichen Anteil des weltweiten Müllproblems in den Meeren darstellen. Die Ergebnisse des Projektes werden erstmalig in einer Wanderausstellung gezeigt, die noch bis zum 23. November von Dienstag bis Sonntag jeweils 10:00 bis 17:00 Uhr im MEERESMUSEUM Stralsund zu sehen ist.

Der Projektleiter Dr. Thomas Förster berichtet am Donnerstag, 23. Oktober 2014, um 19:00 Uhr über die Suche, Dokumentation und aufwendige Bergung der verlorenen Netze sowie über erste Ergebnisse zur Beseitigung des sonst unsichtbaren Kunststoffmülls am Grunde der Ostsee. Zu diesem Vortrag sind alle Interessierten herzlich im MEERESMUSEUM unterm Wal willkommen. Der Eintritt beträgt drei Euro pro Person; für Mitglieder des Fördervereins Deutsches Meeresmuseum e. V. ist der Eintritt frei.
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